I’m back. I’m back at work! Wow! Das ging jetzt wirklich schnell. Seit Mittwoch, wobei eigentlich seit Montag, gehe ich wieder arbeiten. Die Schule hat mich wieder – eine neue Schule. Eine neue Schule mit lauter neuen Schülern und neuen Kollegen. Neue Schlüssel, neue Sekretärinnen und Hausmeister, neue Lehrertoiletten (die sind irgendwie nie wirklich schön), neuer Sitzplatz im Lehrerzimmer (immer ein heikles Thema bei Lehrern: *Wehe-du-setzt-dich-auf-MEINEN-Platz-Blicke* können sehr tief gehen), neue Klassenräume, neue Schulhöfe …. und und und, eben alles neu.

Neu ist vor allem auch meine jetzige Rolle: die berufstätige Mutter. Ich bin jetzt also eine von denen, eine von den berufstätigen Müttern, die schnell spüren, dass es sich hierbei wirklich um eine Doppelbelastung handelt.
Bisher (wohooo, Trommelwirbel, schon ganze 3 (!) Tage) genieße ich meinen Job total. Ich habe richtig Glück gehabt und bisher wirklich nur liebe Kollegen und nette Schüler kennengelernt. Ich fühle mich schon nach so kurzer Zeit erstaunlich wohl. Wieder zu unterrichten erfüllt mich mit großer Freude und es tut richtig gut, wieder etwas zu tun, das meinen Kopf, meinen Geist, fordert.

Unsere Tochter wird von meinen Eltern betreut. Da haben wir wirklich riesiges Glück, dass sie so nah wohnen und beide Frührentner sind. (Irgendwann muss ich mich noch in einem Beitrag über die Odyssee der Kindergarten-Platz-Suche auslassen).
Die Maus und die Oma und der Opa lieben sich und so fällt ihr der Abschied morgens schon gar nicht mehr schwer. Mir fällt es hier und da schon noch etwas schwer … ein bis zwei kleine Tränchen kullern manchmal über meine Wange, wenn ich im Auto sitze. Aber das ist okay. Auch ich werde lernen, damit umzugehen (dass sie sooo schnell groß werden.)

Auch wenn alles zum Glück so gut läuft bisher und ich insgesamt richtig zufrieden bin – spüre ich die Doppelbelastung. Ich bin von morgens bis zum frühen Nachmittag Lehrerin, meist ohne wirkliche Pause. Meine ersten ruhigen Minuten habe ich im Auto auf meiner 30-minütigen Heimfahrt. Einer Pause kommt das aber nicht gleich.
Dann hole ich meine Tochter ab, freue mich riesig sie zu sehen, merke aber dann, wie müde ich bin. Und hungrig. Und einfach k.o. Ich hätte so furchtbar gerne eine Pause für mich. Anschließend fahren wir nach Hause, wo meine 16 Monate alte Tochter natürlich Unterhaltung fordert, lesen oder malen möchte, kuscheln will, trinken möchte … was auch immer. Dann habe ich den Haushalt vor Augen. Oh je. Dann das Abendessen und eigentlich noch die Vorbereitung für den nächsten Schultag. Uff! Okay! An den Schreibtisch kann ich erst, wenn die Maus schläft. Dahin sind meine Abende auf dem Sofa mit Mann und Wein oder Bierchen und irgendeiner Serie. Pause habe ich erst wieder, wenn ich im Bett liege. Wie sieht so ein Tag wohl aus, wenn sie nicht gut drauf ist oder krank wird?

Mmmmmh … das sollte nicht dauerhaft so laufen. Ich brauche einen guten, einen besseren Plan UND natürlich Zeit bis sich alles eingespielt hat. Ich denke, ich werde einen solchen besseren Plan gemeinsam mit meinem Mann austüfteln und meine Eltern helfen mir hier und da sicher auch mit einer kurzen Pause zwischen Schule und Kind. Ich bin überzeugt, dass wir das hinkriegen … auf Dauer, auf lange Sicht, wenn ein paar Wochen rum sind. Aber die Gefahren, die eine solche (dauerhafte) Doppelbelastung mit sich bringen können, möchte ich keinesfalls aus den Augen verlieren oder herunterspielen. Man muss wirklich höllisch aufpassen, nicht in diese Spirale zu geraten. Ja, man muss auf sich selbst aufpassen. Irgendwie – auch mit den besten Männern an unserer Seite – bleibt am Ende das meiste doch an uns Frauen bzw. Müttern hängen, oder?

Euch allen einen wunderbaren und entspannten Sonntag. Ich treffe morgen eine ganz „alte“ und ganz tolle Freundin, die mittlerweile in Oxford lebt, wieder und freue mich sooo doll, alles mit ihr zu bequatschen.